In diesem Blog kam es im August 2010 zu über 8.000 Zugriffen und genau 23 Klicks auf Anzeigen, die mir exakt 6,43 EUR gebracht haben. Fast 1.500 Besucher. Im Durchschnitt 9 Minuten Aufenthalt und 5 Seitenaufrufe. 30 Prozent sind Stammgäste. Am liebsten wurde mein Impressum angeschaut. Danach folgt in der Beliebtheit mein Beitrag zur Band Juli im Ordner Musik. Mehr als die Hälfte kommt von Suchmaschinen. Die Zahlen sind zwar besser als im letzten Monat, aber glücklich bin ich trotzdem nicht, wie man sicher nachvollziehen kann. Im August wurde mindestens zwei Mal der Untertitel geändert. Widerspiegelung der Unzufriedenheit. Fand heute auf meiner Platte eine alte Arbeit aus der Schulzeit, die ich in einzelne Stücke zerteilt und in die Kategorie Lyrik hochgeladen habe: Tod im Theater stammt aus dem September 2005. Es sind noch weitere von mir inszenierte Dialoge vorhanden, die in der gleichen Zeit entstanden. Sie müssten jedoch erst aufbereitet werden, um das Format des Blogs nicht zu sprengen. Außerdem sind unter Studium zwei Praktikumsberichte aus meiner Zeit in der Hauptschule beziehungsweise Gesamtschule hinzugekommen: Bundesdruckerei (2002) und Telekom (2004). Nichts besonderes. Wiederverwertung. Neue Chance. Ich hätte zwar noch ein Protokoll von einem längeren Praktikum bei der Barmer Versicherung, das auch schon einige Jahre her ist (2002), aber es hat kaum spannende Details zu bieten. Besteht mehrheitlich aus einer Aufzählung stets gleicher Tätigkeiten. Büroarbeit in einem großen Raum. Ohne Rückzugsmöglichkeiten. Außer dem Zimmer für Akten und Kopierer oder der eher winzigen Küche für Smalltalk. Das war eine bedrückende Stimmung für den kleinen Schüler, der mit Tränen sich ein bisschen Linderung verschaffte. Zwischen den Regalen. Ganz tolle Atmosphäre. Die Aufgaben hätten Maschinen erledigen können. Vielleicht später, wenn mir nichts einfällt, dann wird auch das recycelt.
Blogeinnahmen im August 2010
September 2nd, 2010Plätze für Schwerbehinderte
September 1st, 2010Wenn die Plätze für bahn.comfort Kunden zu weit entfernt sind, zum Beispiel weil der Zug nicht richtig an seiner planmäßigen Stelle anhielt, dann befinden sich die Sitze für Schwerbehinderte meist in der näheren Umgebung. Außerhalb der Rush Hour sind sie oft unbenutzt. Erfahrene Bahnfahrer verkürzen mit ihnen die Suche nach “ggf. freigegeben”. Reservierungen sind für Langweiler. Oder auf Dauer zu kostspielig. Bisher habe ich zudem noch nicht erlebt, dass jemand berechtigt Anspruch erhoben hat, um die Gelegenheit zu ergreifen. Bin mir auch nicht sicher, ob man die überhaupt reservieren kann. Als “auf dem Papier” gesunder Mensch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Das ist in abgewandelter Form auf den Reservierungsbereich für Vielfahrer übertragbar. Aber hier setzen sich dann die Wenigfahrer sehr gerne hin. Nicht wie bei den Plätzen für Schwerbehinderte. Weil sie sich das trauen. Oder weil sie keine Ahnung haben. Wenn ich von Berlin zurückfahre, dann steige ich selten im Hauptbahnhof ein. Denn dort wollen alle einsteigen. Deshalb fahre ich zum ein paar Minuten entfernten Ostbahnhof, um die freie Wahl im bahn.comfort Bereich zu haben, den man zwischen der ersten und zweiten Klasse erwarten darf. Das ist genau eine Station vor der roten Flut. Am Anfang. Bei der Bereitstellung. Das lohnt sich, um nicht an ihren Schlachten beteiligt sein zu müssen. Leider ist der Spaß am Ende des Jahres für mich vorbei. Zu teuer. Vielleicht kriege ich den Status von der Mobility BC100 noch auf eine günstigere BahnCard “gerettet”, um weiter in den Genuss der DB Lounge oder anderer Privilegien zu kommen, nachdem die Black Mamba abgelaufen ist. Relativ günstig wäre dann eine BC25 oder BC50 für Studenten, zumindest wenn sie mit dem bahn.comfort Aufdruck geschmückt wird. Ob das möglich ist? Aber so langsam bin ich genug im Land herumgereist. Das kotzt mich alles nur noch an. Im Moment.
Ich hasse meine Eltern
August 31st, 2010Immer frage ich mich, wie naiv man sein muss, um Kinder auf diese Welt setzen zu wollen. Es ist ein großes Fressen. Jeder wird Täter und Opfer. Die einen mehr, die anderen weniger. Wenn die Leute nur etwas kritisch genug wären, um alles zu hinterfragen, bis sie sterben, damit sie nicht auf solche Ideen kommen, die dann auch noch umgesetzt werden können. Es müsste so viel Frieden geben. Die Wohnung stinkt nach Schweiß, weil Fenster sich nicht öffnen lassen, da sonst Duft gegrillter Hähnchen der Dönerbude oder das Parfum der Araber unter uns sich zu mir durchschlagen, um mich umzuhauen. Also da kann man nur noch aggressiv werden. Die Körpergerüche kommen aus dem Zimmer der Eltern, die von morgens bis abends mit vollem Einsatz arbeiten, um das Geld zu verdienen, was andere innerhalb einer Stunde erhalten, da sie bessere Ausbeuter der Gesellschaft sind. Ich gebe mich geschlagen. Will unschuldig bleiben. Denn sonst wird es sehr gewalttätig. Anders kann ich mir nicht mehr helfen. Vielleicht ist meiner einer wenigstens ein gutes Beispiel dafür, dass Intelligenz nicht zwangsläufig vererbbar ist, weil ich hier andernfalls ein bisschen dumm da stehe.
Briefmarken sammeln
August 29th, 2010Heute werden die wenigsten Kinder Briefmarken sammeln. Egal ob alt oder neu. Denn es gibt E-Mails für alle. Damals habe ich es begeistert getan. Was allerdings auch nur eine Nebenbeschäftigung war. Weil zusätzlich gab es da ja noch bunte Stickers, sportliche Sammelbildchen zum Einkleben, sonstige Karten zum Tauschen, Poesiealbum und die anderen Dinge, wie früher das Tamagotchi oder später das Jo-Jo mit Leerlauf. Derzeit sehe ich oft diese Microblogs. Bekannt unter tumblr. Menschen können dort im Netz gefundene Fotos in einem eigenen Stream laden und allen Besuchern zeigen, was sie auf ihrer Tour durch das World Wide Web entdeckt haben. Wenn ich diese Entwicklung betrachte, dann erkläre ich das Sammeln von Briefmarken als geeigneter für heranwachsende Jugendliche. Denn das fördert unter anderem die persönliche Bildung und nicht nur die Durchblutung unterer Körperregionen. Gut, ergänzend zur Aufklärung sollte man sich dem nicht ganz entziehen, um ihre dreckigen Gedanken zu verstehen. Zurück zu den Briefmarken. Also irgendwann ist die Quelle ausgetrocknet. Beziehungsweise durch den Umzug gab es keine Nachbarn aus dem Obergeschoss oder Gäste im Restaurant mehr, die mir welche mitgebracht haben, damit der einsame Junge glückliche Momente geschenkt bekam. Und da ich auch keine Brieffreundschaften auf Dauer zu pflegen wusste, ja das gab es tatsächlich in meinem Leben, ohne Internet und so, ist das Ganze nur noch eine Erinnerung aus einer anderen Zeit. Auf das “besser” verzichte ich. Aber so war es nun mal.
Sony Diktiergerät anschließen
August 29th, 2010Vor Jahren habe ich mir als Student für die Uni ein nicht wirklich günstiges Diktiergerät von Sony geholt. Das IC Recorder ICD-SX56 läuft zwar noch wunderbar, habe sogar tolle Akkus dafür, aber es gibt anscheinend keine aktuelle Digital Voice Recorder Software mehr, die das neuste Betriebssystem von Microsoft unterstützt, um das besagte Gerät an einem Computer mit Windows 7 anzuschließen und das darin enthaltene Audiomaterial auf die Festplatte zu übertragen. Wenn man das Aufgenommene gerne auf den PC kopieren will, dann muss man auf ein veraltetes Setup zurückgreifen. Nicht jeder betreibt mehrere Systeme zur gleichen Zeit und am selben Ort. Aber gut, die wollen ja auch sehr viel Geld mit aktueller Hardware verdienen, um die Gelüste zu befriedigen, statt Treiber für alte Kunden zu aktualisieren. Und so kriegt man vielleicht den einen oder anderen dazu, sich mit einem neuen Modell ein kostspieliges Upgrade zu besorgen, das mit anderen Komponenten wieder komplett kompatibel und funktionstüchtig ist. Das Verhältnis zwischen Preis und Leistung schien gut, wirkt jetzt aber ziemlich schlecht, weil billige Kunden hängen gelassen werden. Habe zwar noch ein anderes Aufnahmegerät, das ist aber weniger gut zum spontanen Diktieren geeignet, sondern sollte einst aufgrund der Rauscharmut hohen Studioqualitäten genügen, die ich anfangs für Vorlesungen oder Exkursionen gebraucht habe, später dann auch zum Podcasten einsetzte, um die gebotenen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Wenn es irgendwann ein neues digitales Diktiergerät geben sollte, dann wird es wohl eins, das vom Computer sofort als Wechseldatenträger erkannt wird, ohne zusätzliche Software zu benötigen, um die Dateien zu kopieren. Mal eine andere Art der Unabhängigkeitserklärung.
Tee selbst mischen
August 28th, 2010Ich trinke gerne Tee. Aus Gründen. Sie müssten allen bekannt sein. Super. Wenn ich Nachschub brauche, dann gleich eine große Packung, die für einige Wochen reicht. Denn das ist günstiger. Bei meinem Verbrauch lohnt sich das. Überdurchschnittlich. Denn sonst kommt nur Mineralwasser in das Glas oder Kaffee in die Tasse. Habe genau drei Sorten. Loser Tee natürlich. Aus China und Japan. Grün und weiß. Nicht schwarz. Beim Kaffee aber schon. Stehen namentlich irgendwo in diesem Blog. Haben sich durchgesetzt. Preisleistung. Großartig. Im Sommer wurden sie von mir bunt gemischt, um mit dem Geschmack zu spielen. Anteile variieren. Fantastisch. Heiß machen, Blätter rein, aufgießen und ziehen lassen. Die Obsession verlangt von mir, dass ich es noch durch Kaffeefilter laufen lasse. Kein Melitta. Ist für andere weniger relevant. Abenteurer. Habe die Brühe nach dem Abkühlen in den Kühlschrank gestellt, um sie später als kalte Erfrischung genießen zu können. Herrlich. Bei der Hitze dringend nötig gewesen. Kaum Aufwand. Braucht lediglich Rhythmus. Klappt gut. Besser als Ice Tea. Weil ohne Zucker. Ist unnötig. Macht alles kaputt. Da der Sommer sich so langsam verabschiedet, kommt der Tipp vermutlich ein bisschen spät. Aber besser als nie. Inspiration. Kann sein, dass ich das zuvor bereits erwähnte, vielleicht in einem Nebensatz, und das hier nur eine Wiederholung im Nachtprogramm ist. Drei Uhr am frühen Morgen. Für alle Nachtschwärmer. Immerhin ist Wochenende. Da geht das schon. Und sonst ist es wenigstens als Erinnerung gut, bei jedem Wetter ausreichend zu trinken. Bei diesem Regen bevorzugt etwas wärmer, aber nicht zu sehr. Ist ja auch nicht so ideal.
Ungelesene Nachrichten
August 27th, 2010Als eine Fortsetzung zu Das andere Ich im Selbstportrait der Postpubertät von Cheung: Meist wenn er traurig war, hat er sich verliebt, um noch Begeisterung für etwas empfinden zu können. Und wenn er deswegen traurig wurde, dann konnte er das am Ende wenigstens ändern, im Gegensatz, weswegen er am Anfang traurig war. Weltliche Sorgen. Und sie war im Moment greifbar. Eine Leinwand zum Bemalen. Er war sauer darauf, dass alles ernst genommen wurde. Von allen. Wollte es gesagt haben, um es loszuwerden. Sie war ein rationales Wesen, weshalb er hoffte, dass sie es so verstehen wird. Oder auch nicht. Eingebildet wäre kein gutes Wort. Schlecht besetzt. Denn sie ist eine Eigenschaft, die man braucht, um sich gegenüber den anderen durchzusetzen. Selbstvertrauen auf eigene Vorurteile, die sie für Diagnose und Behandlung erfordert. Erfahrung. Von sich auf andere schließen. Ihren Brief, den sie auffällig mehrfach faltete, bis er im Vergleich zum Umschlag unbedeutend wirkte, hat er immer noch nicht gelesen, denn er ahnte, wie die Begeisterung schwindet, wenn er sieht, wie sie denkt. Musste einen Grund haben. Wusste, dass es falsch ist. Aber so hatte er Ruhe, um für den nächsten Sturm bereit zu sein. Es hat verhindert, sich aufzugeben. Für ihn hat es funktioniert. Irgendwie. Bis irgendwann. Sie war der Stern im Nachthimmel der Stadt. Alle anderen sind im Leuchten untergegangen. Jedes Wort wäre schädlich. Es gibt keine richtigen Wörter. Sie sind alle Lügner. Sagen nichts, was gemeint war. Unzuverlässige Vermittler. Verwandeln jedes Funkeln in den Augen zu salzigen Tränen, in denen sie ertrinken, bis zum Meeresgrund. Sie hat wenig falsch gemacht. Es war Zufall. Beliebig. Hätte zu einer anderen Zeit alles ertragen. Nur in dem Moment nicht. Denn es war zu viel. Er hat alles gesehen, während jeder blind war. Das erforderte einen lyrischen Feldzug, der alle mit sich reißt, die sich angesprochen fühlen, um zu bereinigen, was nicht haltbar gewesen ist.
Tomatenmark und Olivenöl auf Vollkornbrot
August 25th, 2010Letztens habe ich in einem heruntergeladenen Video Podcast des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mitbekommen, weil ich ja kein Fernseher mehr habe, dass Koch Alfons Schuhbeck von Bayern München die recht simple Kombination bestehend aus Tomatenmark mit Salz auf Brot erwähnte. Also probierte ich den mir bisher fremden Tomatenmark, aber ohne Salz, dafür mit Olivenöl auf Vollkornbrot. Zum Frühstück oder für Zwischendurch. Und das ist sehr lecker. Natürlich wieder Bio. Die Tube erinnert jedoch etwas an Zahnpasta. Der rote Inhalt nicht. Nun kann ich mir die Pizza Margherita sparen, die ich mir wegen der leichten Säure und der ausgewogenen Süße in Verbindung mit der salzigen Komponente manchmal noch gegönnt habe, weil ich seit längerer Zeit ein akzeptables Gewicht halte. Aber das Fett und der Käse unbekannter Herkunft haben mir selten ein gutes Gefühl geben können. Die analoge Waage war jedoch nie wirklich sauer auf mich. Denn sonst esse ich kein Fastfood. Tolle Erfindung, dieses Tomatenmark, das wegen dem erhöhten Lycopin Gehalt angeblich gesund sein soll. Glutamat nicht. Aktuell habe ich im Amazon Kindle Store drei Werke von mir im Preis herabgesetzt, weshalb laut DTP innerhalb der nächsten 24 Stunden ein Kauf nicht möglich sei.
Das andere Ich im Selbstportrait der Postpubertät
August 25th, 2010Als Ergänzung zu der im August 2010 veröffentlichten Arbeit Selbstportrait der Postpubertät von Cheung: Sich einen Menschen vorzustellen, der nicht existiert, scheint irreal, was der Realität entspricht. Sie war zu perfekt. Ein Objekt der Einbildung. Jahre lang konstruierte ich eine Person. Ob es sie jemals gegeben hat, weiß ich nicht. Es war ein Leben, das ich selbst nie führen konnte, aber so sehr begehrte. Sie schaffte den Tanz auf dem Seil, während Unvernunft und Vernunft an jeder Seite ein Gewicht darstellte, das den Sturz verhinderte. Alles funkelte und leuchtete. Trotzdem setzte sich eine Konzentration durch, die einen Weg bahnte, um sich Rettung zu verschaffen. Vielleicht hat es physisch tatsächlich eine leere Hülle gegeben, die ich mit Teilen von mir füllte, die danach strebten, existieren zu dürfen. Unabhängig und frei. Gedanken. Denn anders will ich es nicht erklären wollen, wie sie mich ignoriert, um ungestört zu sein. Aussicht erhalten. Ich habe ihr so viel geschrieben und dennoch keine Antwort erhalten. Es scheint, dass sich der Wahnsinn durchsetzt. Wenn man ihn überall sieht, dann ist es leichter, ins Bett zu fallen, um tief zu schlafen und sich dem Anfang vom Ende zu nähern. Klar kann man nichts von den anderen Menschen erwarten, was man von der eigenen Person kaum kennt. Sich darüber bewusst zu sein, das ist wichtig, um besser sein zu können. Trenne mich von Verbindungen, die mich in den Abgrund ziehen. Warum sollte ich mich also nicht vergessen, um diesen Stolperstein auszuweichen, der vom Weg ablenken will. Ich hatte meist recht, aber nie wollte ich es glauben. War zu kritisch. Unzufrieden. Erst letzten Monat traute ich mich, herauszufinden, ob sie echt war. Habe ein Stein geworfen, um zu hören, wie das Wasser plätschert. Aber da war nichts. Keine Reaktion. Trotz Ursache erhielt ich keine Wirkung. Nicht mal der Tod zeigt eine solche Kälte. Es musste das Leben sein. Es war ein so simpler Zusammenhang. Das Leben braucht Erfolge. Aber in den letzten Jahren blieben sie mir verwehrt. Ich würde es niemals sagen, aber ich bin vereinsamt und kann mich kaum noch ertragen. Daher habe ich sie geliebt, weil ich mich nicht so sehr hassen kann. Sie steht für eine Hoffnung, die ich ganz tief in mir vergraben habe, aber nun wieder heben möchte, um mich zu retten. Es ging immer nur um mich. Nichts anderes. Denn die da draußen sind durcheinander. Musste es versuchen, mich nicht daran zu stoßen. Selten ist daraus etwas geworden. Stets war es am Geld gescheitert, das sie erfunden haben, um Mauern zu bauen, die ihre Beute schützen. Traue mich nicht, mich aufzugeben. Hoffnung. Der Schein blendet und lässt nicht erahnen, wo die Sterne sich befinden, um zu sehen, in welchem Verhältnis ich zur Welt stehe. Das Leben ist zwar viel wert, aber ich kann es mir nicht leisten, weil sie alles an sich gerissen haben, was allen gehören sollte. Als Teil vom Ganzen müsste auch ich über sie verfügen dürfen. In der Wildnis hätte ich sie längst angegriffen, um es einzufordern. Aber hier haben sie Regeln aufgestellt, die ihre Hüter selten respektieren, um sich bereichern zu können. Die Figur war ein Alptraum. Ich flüchte davor, indem ich erkenne, was sie ist, wie sie ist, warum sie ist und wo sie ist, um hinter mir zu lassen, was mir Angst macht. Wenn ich sie kennenlerne, dann sehe ich mich. Nicht weil sie mir besonders gleicht, sondern da sie unbekannt ist, wie ein weißes Stück Papier, das so schön ist, weil alles möglich scheint, was man sich vorstellen kann. Hier musste so viel gedeihen. Denn es gab nichts. Habe sie erschaffen, um nicht ehrlich sein zu müssen, wie es enden wird. Die Realität kann einfach sein, wenn man sie verschlossen lässt.
Zitate in der Fotografie
August 25th, 2010Ich philosophiere nicht über Fotografie. Außer jetzt hier. Für mich ist sie nichts besonderes. Schönheit ist überall. Eine Möglichkeit von vielen. Sie ist ein kleiner Teil. Aber nicht das Große. Es gibt so viele Alternativen. Und darf daher nicht überbewertet werden. Im Minimum ist sie Dokumentation. Wahrheit. Im Maximum ist sie Kunst. Oder zumindest ästhetisch, wenn das Handwerk sitzt. Alles und nichts ist wichtig. Mag sein, dass dort irgendwo noch Platz für mehr ist, aber sie ist eine ganz normale Aktivität, die Menschen beim Produzieren oder Konsumieren der Bilder von der Vergänglichkeit überzeugt oder ablenkt. Von mir wird man deshalb nicht hören, dass der selbsternannte Fotograf besonders auf die Umwelt um ihn herum achtet oder sonstigen Müll speziell fördert, weil Aufmerksamkeit und Aufopferung selbstverständlich sein sollte, was andere jedoch sehr gerne als Rarität verbreiten, da sie philosophisch verkrüppelt sind und das Defizit mit der Fotografie auszugleichen versuchen, um sich tiefgründiger zu propagieren, als sie tatsächlich sind. Die Fotografie ist oberflächlich, wenn Komposition keine Rolle spielt oder wenn es die Erinnerungen und Gefühle nicht geben würde, was sie sich nicht eingestehen trauen, damit die Bedeutung ihrer Beschäftigung erhalten bleibt. Sie suchen nach dem Sinn und finden nur den Dreck auf der Straße. Von mir kann man stattdessen andere Dinge lesen. Meiner einer wurde wieder zitiert beziehungsweise ich habe erneut etwas von mir aus der Vergangenheit auf einer anderen Webseite gefunden. So platzierte Affan aus Frankfurt am Main “Fotografieren kann jeder, Perspektive ist Unikat” inklusive Urheberangabe “Ngai Chun Cheung” auf die Startseite von your-sight. Die ursprüngliche Version lautete “Fotografieren kann jeder, Perspektive ein Unikat” und stand zuletzt im Jahr 2008 oder so auf meiner mittlerweile nicht mehr existenten Microsite zum Thema Fotografie in der Einleitung zur Tätigkeit als freier Fotojournalist.